Eröffnung der Sonderausstellung: Eine Puppenwerkstatt in...
Eröffnung der Sonderausstellung: "Eine Puppenwerkstatt in Sonneberg. Interieurs von Armin Reumann, Künstlerpuppen von Irmgard Reumann"
Fr, 25. September, 17 Uhr
Eröffnung der Sonderausstellung:
"Eine Puppenwerkstatt in Sonneberg. Interieurs von Armin Reumann, Künstlerpuppen von Irmgard Reumann"
Ausstellungsdauer:
25. Septmber bis 15. November 2009
Schöpferisches Zwiegespräch: Armin Reumann - Irmgard Reumann
Zum Auftakt des Sonnerger Stadt- und Museumsfestes eröffnet das Deutsche Spielzeugmuseum am Freitag, dem 25. Sepetmber, um 17 Uhr die Sonderausstellung "Eine Puppenwerkstatt in Sonneberg. Interieurs von Armin Reumann, Künstlerpuppen von Irmgard Reumann".
Armin Reumann (1889-1952) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Nachimpressionisten. Sein Werk blieb über Jahrzehnte im Verborgenen. Erst in den 1990er Jahren wurde es mit Ausstellungen in Leipzig, Gotha und Berlin einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Der Name der Kunstgewerblerin Irmgard Reumann (1901-1973) ist seit den 1920er Jahren für Kenner der Puppen- und Spielzeugwelt ein Begriff.
Die Sonderausstellung des Deutschen Spielzeugmuseums nimmt den schöpferischen Dialog des Künstlerpaars in den Blick.
Eine Gruppe von Zeichnungen, Aquarellen und Gouachen Armin Reumanns weist augenfällig eine motivische Nähe zu den grotesk-karikaturhaften Künstlerpuppen Irmgard Reumanns auf. In der Suite seiner Puppenwerkstatt-Gemälde fing Armin Reumann die Atmosphäre ein, die er in der Manufaktur seiner Frau erlebte. Entstanden in den Jahren 1923 und 1924, markieren diese Gemälde den Beginn einer neuen Schaffensphase, in der sich Armin Reumann frei und gelöst den wechselnden Erscheinungen von Licht und Farbe, Raum und Figur verschrieb.
Dem Betrachter offenbart sich ein Zwiegespräch, das sichtbare Phänomen einer symbiotischen Beziehung, die Werk und Wirken des in Sonneberg lebenden Künstlerpaars in einer entscheidenden Lebensphase trug und beförderte.
Die Ausstellung umfasst Gemälde, Handzeichungen und Aquarelle aus dem künsterlischen Nachlass von Armin Reumann. Den überwiegenden Teil der ausgestellten Künstlerpuppen übereignete Irmgard Reumann in den 1920er und 1930er Jahren dem Sonneberger Spielzeugmuseum. Neben grotesken Charakterpuppen ist auch eine Auswahl der Figuren zu sehen, für die Irmgard Reumann vor allem von Kindern geliebt wurde: Zwerglein und Hexen und nicht zuletzt die über Jahre in der Ständigen Ausstellung des Museums gezeigte "Schneewittchengruppe" der Künstlerin.