Älteste Spezialsammlung für Spielzeug in Deutschland

Deutsches Spielzeugmuseum
Sonneberg

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Steffi

steffi.jpgIm allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man die Puppe Steffi salopp als „DDR-Barbie“. 1966 wurde die neue Puppenkreation der VEB-Puppenfabrik Waltershausen im Fachblatt „Spielzeug“ als „sehr charmante Mannequin-Puppe“ vorgestellt. Steffi war wie andere „Teenager-Puppen“ - Sindy (Großbritannien), Jenny (Italien) oder Petra (BRD) - als Folge- und Konkurrenzprodukt zu Barbie von Mattel (USA) herausgekommen.

Die ursprüngliche Idee zur Barbiepuppe stammte aus der BRD. 1955 hatte die Spielwarenfabrik Hausser in Neustadt bei Coburg die Puppe „Bild –Lilli“ auf den Markt gebracht. Sie war die Umsetzung eines Cartoons, das seit 1952 in der Bildzeitung erschien. Die kurvige, langbeinige junge Dame mit Pferdeschwanz und winzigen Stöckelschuhen stammte aus der Feder des Karikaturisten Reinhard Beuthien. 1958 erwarb Mattel (USA) die Rechte an der Lilli - Puppe. Leicht verändert wurde sie ab 1959 als Barbie weltweit verkauft.

Wie ihre Westschwester Barbie entwickelte sich auch Steffi zum heißbegehrten Objekt unzähliger Mädchen und zum pädagogischen Albtraum mancher Eltern.

Inv. Nr. 1/1816
Puppe „Steffi“
VEB Puppenfabrik Waltershausen, 1966
H: 29, 5 cm