Wackeldackel
Der Wackeldackel „Made in China“ kam 1999 als Fundstück in die Sammlung. Es handelt sich um eine der vielen Nachahmungen des „Wackelkopf-Dackels“ der Coburger Firma Heinze & Co. Wie die Scherznickfiguren und Tiere des 19. Jahrhunderts besteht auch der Wackeldackel aus einer Hohlform. Der Kopf wird mit einem anhängigen Gewicht ver-
sehen und beweglich in den Körper eingehängt.
Die Rückkehr der „Ja-Sager“ auf die Hutablagen von Klein- und Mittelklassewagen, in Kinder-
zimmer und WG-Küchen fand 1998 statt. Auslöser war der Kurzauftritt eines Wackeldackels in einem Aralwerbespot. Das Retroprodukt der Coburger Firma und seine zahlreichen Kopien wurden Trend. Heinze & Co. produzierte den „Wackelkopf-Dackel“ erstmals in den 1960er Jahren. Im Lauf der 1970er Jahre büßte der Nickhund seine Popularität durch die Verbreitung der schwenkbaren Kofferraumabdeckung ein. Hinter der Wiederentdeckung des Wackelhundes als „Kult-Kitsch“ für Teens und Twens steht die Renaissance von Musik und Modestilen des vergangenen Jahrhunderts wie den 1970er oder 1960er Jahren als Retrolook. Diese Entwicklung schlägt sich auch im Spielzeug nieder.