Älteste Spezialsammlung für Spielzeug in Deutschland

Deutsches Spielzeugmuseum
Sonneberg

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Ein Zoo als Weihnachtsgeschenk

Zoo 3.jpgZu den besonderen Exponaten des Jahres 2004 gehört ein selbstge-fertigter Zoo aus dem Jahr 1928. Er überlebte in zwei Reisekoffern den Bombenhagel auf Berlin während des 2. Weltkrieges.
Der arbeitslose Werkzeugmacher Bruno Pether bastelte das Stück für seinen damals 8jährigen Sohn Heinz. Warum keine Ritterburg, die doch zu jener Zeit immer noch ein sehr beliebtes Jungen-Spielzeug war? Als ehemaliger Soldat hatte Bruno Pether die Schrecken des 1. Weltkrieges Krieges selbst erlebt und wollte nicht, daß sein Sohn Heinz Krieg spielt. Darum baute er auf der Holzplatte einer ehemaligen Ritterburg einen Zoo.
Auf einer Grundfläche von 60 X 94 cm, erhebt sich ein mehrstufiger Aufbau, gefertigt aus Baumrinde, selbst gesammelten Ästchen, Holz und starkem Draht. Der Aufbau hat vier höhlenartige Käfige, viele Zaunstücke mit beweglichen Türchen, Gatter und Käfige mit Parzellen und aufschiebbaren Gittertüren. Jedes einzelne Teil wurde numeriert, um den Wiederaufbau des Zoos zu erleichtern, denn nach einer gewissen Zeit wurde er fein säuberlich wieder aufgeräumt. In zwei Koffern schlummerte der Zoo, als er als Spielzeug von Heinz nicht mehr gebraucht wurde.
Nach dem Krieg durfte manchmal die kleine Brigitte (geb. 1942), Ziehtochter von Heinz Peter, damit spielen. Aber nur mit größter Vorsicht !

Es ist gut, daß ein Stück mit solcher Geschichte den Weg in das Deutsche Spielzeugmuseum gefunden hat. Vielen Dank an Frau und Herr Pether sowie an Frau Brigitte Paskarbeit.