Älteste Spezialsammlung für Spielzeug in Deutschland

Deutsches Spielzeugmuseum
Sonneberg

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Vater und Sohn

vater.jpgDer Vater von „Vater und Sohn“ ist der Künstler und Karikaturist Erich Ohser (1903-1944). Die heute noch bekannten Bildgeschichten erschienen von 1934 bis 1937 in der „Berliner Illustrierten Zeitung“. Ab 1933 veröffentlichte Ohser unter dem Pseudonym e.o. plauen.

Der seit 1927 in Berlin lebende Künstler zeichnete politische Karikaturen für den sozialdemokratischen „Vorwärts“. 1933 wurde die Zeitung von den Nationalsozialisten verboten, Ohser von der Mitgliedschaft in der Reichspressekammer ausgeschlossen. Mit den Geschichten von „Vater und Sohn“ konnte er sich über Wasser halten. Der Herausgeber der „Berliner Illustrierten“ hatte eine Arbeitserlaubnis als unpolitischer Zeichner für ihn erreicht. Ab 1940 arbeitete Ohser für die nationalsozialistische Wochenzeitung „Das Reich“. Ohser äußerte sich auch öffentlich über den inneren Konflikt, den diese Arbeit für ihn bedeutete. Er wurde denunziert und tötet sich vor Beginn seines Prozesses im Gefängnis Moabit.

vus.jpgDie 1935 gegründeten Hali-Werkstätten (Sonneberg) stellten die überaus populären Figuren „Vater und Sohn“ als Puppen her. Bei einem Luftangriff 1945 wurden die Hali – Werkstätten zerstört. Kurz darauf verstarb Carl Hermann, der innovative Kopf der Firma. 1957 wurde die Firma aufgelöst.

Inv.Nr. 56/456
Puppen: „Vater und Sohn“
Sonneberg, 1930er Jahre
Hali- Werkstätten
Der Vater hat leider im Lauf der Zeiten seinen wilden Schnauzbart eingebüsst.